Hautnah am Star!

Mit Geri Lobenwein würde wohl so manches Mäderl gerne tauschen. Warum? Nun… der Pinzgauer Fotograf begleitet „Volks-Rock’n’Roller“ und Frauenschwarm Andreas Gabalier bei seinen Auftritten, ist sozusagen hautnah dran an diesem tollen Mann!
So a liabes Rehlein, mit himmelblaue Aug’n, håb i übahaupt no goa nie g’sehng. Du håst mi ånglocht, mi um mein Vastånd bråcht, und scho woas um mi g’schehng. You’re sweet little thing…“ Ein Land und seine Mädchen stehen Kopf, wenn der selbsternannte „Volks-Rock’n’Roller“ Andreas Gabalier zur Harmonika sexy die Hüften kreist. „Es ist unglaublich, welcher Hype zur Zeit um den Andi herrscht. Die Medien reißen sich um ihn, die Damenwelt flippt förmlich aus“, weiß auch Gerald Lobenwein. Der Mittersiller Pressefotograf bekommt hautnah mit, wie Alt und Jung auf den „Alpen-Elvis“ fliegen. Seit zwei Jahren tourt der Oberpinzgauer mit dem Musikidol durch die Lande, fotografiert den Sänger bei Konzerten, Fernsehauftritten oder Meet & Greet’s. „Die Bilder werden für seine eigene Homepage und die seiner zahlreichen Fanklubs, Konzertplakate, Printmedien und vieles mehr verwendet. Auch im Booklet seines neuen Albums sind meine Fotos vertreten“, berichtet Geri Lobenwein stolz. Wie ist der 30-Jährige zu diesem Job, um den ihn wohl so mancher Fan beneidet, gekommen? „Kennengelernt hab’ ich den Andi bei einer Veranstaltung meines Vaters Otto. Er ist ein bekannter Eventmanager, hat zum Beispiel das ,Wenn die Musi spielt’-Open-Air in Bad-Kleinkirchheim gegründet. Ein mittlerweile sehr guter Freund von mir ist bei den Gabalier-Auftritten für die Beschallung und Tontechnik zuständig. Er hat mir dann meinen ersten Auftrag verschafft“, schildert der Pressefotograf, der einst die Glasfachschule in Kramsach besuchte und danach eine Hafner- und Fliesenlegerlehre bei Bruno Berger absolvierte. Fast jedes Wochenende ist der Vater einer 4-jährigen Tochter namens Vanessa on the road, um die Tolle Andreas Gabaliers ins rechte Licht zu rücken. In Österreich, aber auch in den Nachbarländern der Alpenrepublik. Da Geri Lobenwein selbst sehr musikbegeistert ist, für den Mittersiller ein echter Traumjob! „Ich kann meine zwei Leidenschaften, die Fotografie und die Musik, kombinieren und darüberhinaus backstage miterleben, wie’s in der Musikszene abläuft“, strahlt der Fotograf begeistert. „Einmal habe ich auch ,The eagles‘ in Graz fotografiert und - während der Arbeit - eineinhalb Stunden mitgesungen. Genial!“
Wenn man so viel Zeit miteinander verbringt wie Gerald Lobenwein und Andreas Gabalier, liegt es nahe, dass man sich auch privat anfreundet: „Sind die Fotos im Kasten, machen wir schon mal die eine oder andere Lokalität unsicher“, lacht Geri. Nicht selten dauern diese nächtlichen Touren des Gespanns bis 7:00 Uhr morgens an. „Trotz seines Erfolges ist Andreas Gabalier unglaublich bodenständig geblieben. Das bewundere ich sehr an ihm“, schwärmt der Oberpinzgauer über den Star. Welche sind denn - aus der Sicht des Fotografen - die Schokoladenseiten von Herrn Gabalier? „Er hat eine unglaublich gute Bühnenpräsenz“, weiß der Fachmann, der sein Gewerbe als Pressefotograf Ende 2008 anmeldete. „Es gelingt ihm, mich, während seines Auftrittes, gar nicht zu beachten. Es gibt nämlich nichts Blöderes, als einen Sänger, der auf der Bühne unnatürlich in die Kamera posed.“
Geheimnis gelüftet: Andreas Gabalier ist Mister Volluto!
Wenn ich schon die Gelegenheit habe, muss ich - stellvertretend für alle weiblichen (gibt’s auch männliche?) Fans - natürlich nachfragen, welche Geheimnisse Andreas Gabalier denn hat? „Das kann ich doch nicht verraten!“, empört sich Gerald Lobenwein schmunzelnd. Schließlich lässt sich der leidenschaftliche Chorsänger und Taucher aber doch hinreißen, ein paar „harmlose“ Vorlieben des Musikers zu verraten: „Also“, lacht der Mittersiller, „Andis Lieblingsspeise ist Tafelspitz mit Gröstl und Apfelkrenn. Er steht tierisch auf ,Nespresso’-Kaffee, schwärmt immerzu, dass die Sorte ,Volluto‘ die einzig wahre ist. Und er steht auf PS-Starkes! Nach Winterreifen, die nicht auf 180 km/h, sondern auf 250 km/h, limitiert sind, hat er ewig gesucht. Schließlich will er die germanischen Autobahnen so schnell es geht entlangbrausen.“ Natürlich hat Geri auch einige Anekdoten aus der Zusammenarbeit mit Gabalier parat. „Sehr lustig war zum Beispiel der zweitägige Fernsehdreh zu ,Weihnachten auf Gut Aiderbichl‘“, lacht Geri Lobenwein. „Bekanntermaßen sind dort alle Tiere ,heilig‘ und die Gastronomie kommt ausschließlich mit vegetarischen Zutaten aus. Als Requisiten wurden auf die Kutsche, an der Andi singend lehnte, zwei schwarz-braune, zerzauste Hühner gesetzt. Ich stand ein wenig abseits, hinter den Kameras, aber in Blickrichtung Andis, als ich bemerkte, dass er die Hendl kurz anstarrte. Als er mir einen Blick zuwarf, machte ich eine Handbewegung, so als würde ich von einer Hühnerkeule beißen. Andi begann so laut zu lachen, dass der Dreh abgebrochen und wiederholt werden musste.“
Wie gefällt eigentlich dem Fotografen der Gabalier-Sound? „Sehr gut“, versichert Geri. „Andis Musik hat einen unverwechselbaren Stil“, erklärt der Mittersiller, der sein Können auch Schlagerstar und -komponist Nik P. und verschiedenen anderen Bands zur Verfügung stellt. „Ich möchte mir in der Musikbranche einen guten Namen machen“, verrät Geri Lobenwein, „und irgendwann einmal die CD-Coverfotos für meine Lieblingsband U2 machen. Aber das ist bloß ein Traum“, lacht der 30-Jährige, der sich neben der Konzertfotografie auch für Aktfotografie begeistert. Heißt das, wir werden Andreas Gabalier, frischgekürter „Grazer des Jahres“, bald so sehen, wie Gott in schuf? Wünschen kann frau sich’s ja! ;-)
Text: Silke Burgsteiner | Fotos: Geri Lobenwein, Arno Gruber

