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Sechzehn auf einen Streich!

titelwelpen

Wenn 64 kleine Pfoten Chaos in die vier Wände bringen, dann herrscht für einige Wochen Ausnahmezustand und jedes Familienmitglied wird zur Aushilfs-Amme und zum Welpen-Dompteur.

Da staunte Simone Haslinger aus Bsuch bei Saalfelden nicht schlecht, als sie im Herbst bemerkte, dass ihre 1 1/2-jährige American Bulldog-Hündin Xena immer runder und runder wurde. Unter dem Motto „Vater unbekannt“ sahen sie also dem ersten Wurf der freundlichen und sanften Familienhündin entgegen.

Die Rasse der American Bulldogs stammt ursprünglich aus Amerika und wurde erst im 19. Jahrhundert nach Europa gebracht. Durch sein muskulöses Erscheinungsbild wirkt der American Bulldog respekteinflößend, gilt aber als menschnfreundlich, kinderlieb und geduldig, wodurch er sich gut als Familienhund eignet.

Bei American Bulldogs gilt ein Wurf von 5 bis selten maximal 12 Welpen als normal - 16 gesunde Welpen sind unter Hunden generell eine große Ausnahme.

Rekordverdächtige 16 Welpen

Simone Haslinger kann heute darüber lachen, doch dieser Wurf überraschte sogar den Tierarzt: Innerhalb von 12 Stunden erblickten 16 Welpen das Licht der Welt. „Es hörte gar nicht mehr auf. Doch alle Welpen hatten ein normales Geburtsgewicht und waren völlig gesund. Unsere Xena war zwar nach diesem Geburtsmarathon total erschöpft, aber sie hat sich schnell wieder erholt.“

Auch das Familienleben kam im Hause Haslinger kräftig durcheinander. Denn wenn 16 Welpen hungrig sind, ist die Hundemutter auf menschliche Unterstützung angewiesen. „Anfangs mussten wir alle zwei Stunden mit der Flasche zufüttern. Eigentlich war ich ständig am Füttern, denn, wenn ich mit dem letzten Hund fertig war, war der erste schon wieder hungrig. Da musste die ganze Familie ran“, lacht Simone.

Ruhe nach dem Welpen-Sturm

Für alle 16 Welpen wurde mittlerweile ein guter Platz gefunden. Jetzt wird erst einmal die Wohnung wieder auf Vordermann gebracht, denn so eine Rasselbande auf vier Pfoten sorgt für Chaos und Unordnung. Simone Haslinger resümiert: „Es ist gut, dass jetzt wieder Ruhe einkehrt. Jeder einzelne der kleinen Hunde ist uns ans Herz gewachsen, darum sind wir froh, so schnell für alle einen guten Platz gefunden zu haben.“  Auch Xena scheint die Ruhe und ungeteilte Aufmerksamkeit von Frauerl und Herrl zu genießen und hat ihren amourösen Ausflug mit rekordverdächtigen Folgen gut weggesteckt.

Um in Zukunft vor weiteren Nachwuchs-Überraschungen sicher zu sein, steht demnächst ein Tierarzt-Besuch am Programm: „Einen weiteren Rekord-Wurf wollen wir uns und unserer Xena ersparen.“

Text: Edith Danzer, Fotos: privat

 

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